Es fällt oft schwer, an Wochenenden und Brückentagen Freunde zu einem Fest einzuladen. Keine Zeit, wir haben einen Kurztrip gebucht, heißt dann die Antwort. Keine Frage: Städtetourismus liegt voll im Trend. Frankfurt zum Beispiel. Denn die Stadt hat so viel zu bieten. Nicht nur solche klassischen Sehenswürdigkeiten wie Dom, Paulskirche und Römerberg. Es sind ihre Kontraste, die die Metropole am Main ausmachen. Bankenwolkenkratzer und gemütliche Apfelweinwirtschaften, die Oper und Kleinkunst-Theater, Manager, die auch hessisch babbele können, Szene-Kneipen und Edel-Lokale. Oder Darmstadt. Wer weiß schon, dass es 1568 bis 1806 Residenzstadt edler Landgrafen war und danach sogar bis 1919 Hauptstadt des Großherzogtums Hessen? Der Großherzog gab auch den Anstoß dafür, dass sich Darmstadt neben München zum Zentrum des deutschen Jugenstils entwickelte. Im Hochzeitsturm auf der Mathildenhöhe, ganz im Jugendstil gehalten, können Paare sich sogar das Ja-Wort geben.
Oder Kassel. Kunst Natur und Landschaft gehen hier eine einzigartige Verbindung ein. Der größte Bergpark Europas beherbergt unter anderem das Schloss Wilhelmshöhe sowie den Herkules, das Wahrzeichen der Stadt.
Oder Wetzlar, ein entzückendes Fachwerkstädtchen. In den alten Gassen wanderte auch schon Goethe als Rechtspraktikant herum. Das Notar- Haus steht noch und auch jenes, in dem Charlotte Buff lebte. Seine Angebetete, in die er sich fürchterlich verliebte. Oder die Landeshauptstadt Wiesbaden. Zahlreiche imposante Gebäude, eine der schönsten Spielbanken Europas im Kurhaus, das prächtige Staatstheater und wunderschön angelegte Parks und Alleen sind Zeugen einer modernen Metropole mit herrlich klassizistischem Flair. Oder Gießen, eine Stadt mit 74000 Einwohnern, in der 23000 Studenten leben und arbeiten. Sie hat aber nicht nur eine Wissenschaftsseite mit dem Mitmachmuseum Mathematikum und dem Original-Labor des Chemikers Justus von Liebig, sondern auch eine sehr romantische – am Ufer der Lahn.









